Montag, 24. August 2015

Der Rumäne, der Badisch mit mir sprach

Dieses Wochenende habe ich meine ehemalige Mitbewohnerin und ihre Familie in Rodna besucht. Rodna ist ein kleiner Ort im Norden Rumäniens und liegt in den Rodnaer Gebirgen, welche wiederum Teil der Ostkarpaten sind. 
Hing ging es Freitag Mittag nach der Arbeit mit dem Zug. An das Zug fahren hier habe ich mich noch nicht gewöhnt. Ich habe immer Angst meine Station zu verpassen, zu früh auszusteigen oder die Türe nicht aufzubekommen. Hier gibt es keine Durchsagen und so muss man sich nach der Uhrzeit richten. Glücklicherweise waren meine Züge bisher immer pünktlich, sobald er mal Verspätung haben sollte, werde ich die Zugfahrt wohl vorsichtshalber direkt an der Tür verbringen.
In Rodna fühlte ich mich sehr schnell heimisch, erinnert es doch ein wenig an den Schwarzwald. 


Sonntag, 9. August 2015

Telling the UNTOLD story

Mein zweiter Besuch ist nun auch schon wieder weg. Zwei Freundinnen waren hier bei mir in Cluj. Wir haben unsere gemeinsame Zeit gleich einmal mit einem Abenteuer begonnen. Ich habe die Beiden mit dem Auto vom Flughafen abgeholt und unser Ziel waren die Eishöhlen von Sacrisoara. Im Endeffekt kamen wir allerdings nie dort an und ich wurde wieder einmal davon überzeugt, keinem Navi zu vertrauen. Hier in Rumänien sind immer noch einige Straßen nicht asphaltiert, diese werden im Navigationsgerät allerdings nicht besonders gekennzeichnet, da sie als offizielle Straßen durchgehen. Nachdem wir also schon eine Stunde auf solch einer Straße unterwegs waren, wurden die Wasserlöcher immer größer und als die Straße dann so aussah, beschlossen wir, dass wir das unserem Opel Corsa nicht zumuten können und wir mussten wohl oder übel umkehren.


Mittwoch, 22. Juli 2015

Pata Rât oder So keres Europa?


"Wie alle Leute in den Hütten der kleinen Siedlung an der Müllkippe von Cluj sammeln Elena und Gabriel, was die Städter nicht mehr gebrauchen können. In Pata Rât leben 'Müllmenschen', wie solche Leute in Reportagen aus Rio de Janeiro oder Buenos Aires doppeldeutig genannt werden. Hält ein Müllwagen an der Sperre vor dem Eingang zur Kippe, klettern als erste die Kinder hinauf und durchwühlen die Ladung, noch bevor der Fahrer sein Ziel erreicht hat und den Abfall auskippt. In der Siedlung, an den Hang einer zugeschütteten Müllhalde gebaut, stehen Hütten aus Holz, Presspappe und Kunststoffplatten. Das Regenwasser bahnt sich seinen Weg durch die Pfade zwischen den Hütten, aber auch zwischen den Platten auf den Dächern. Man geht in Gummistiefeln oder barfuß; alles andere ist sinnlos." - Norbert Mappes-Niediek in Arme Roma, böse Zigeuner


Doch das war nicht immer so ...

Rund durch Transsilvanien

Vor mittlerweile fast schon wieder zwei Wochen kam mich meine Familie besuchen. Wir hatten eine unheimliche schöne Zeit zusammen und haben viel erlebt und gesehen. Unseren letzten gemeinsamen Familienurlaub hatten wir vor circa fünf Jahren und deswegen habe ich die gemeinsame Zeit umso mehr genossen. Hoffentlich lässt der nächste gemeinsame Urlaub nicht wieder fünf Jahre auf sich warten. 
Eines unserer ersten Ziele war die Stadt Blaj. Für Transsilvanien und ganz Rumänien ist das ein sehr bedeutender Ort. Hier fand im Jahr 1848 auf dem Câmpia Libertății (Feld der Freiheit) eine Versammlung statt, bei der über 40.000 dagegen protestierten, dass Transsilvanien ein Teil von Ungarn wird. Simion Bărnuțius war einer der Leitfiguren. Er forderte das Selbstbestimmungsrecht für die Rumänen in Siebenbürgen und setzte sich somit für einen Multinationalitätenstaat ein. 


Dienstag, 7. Juli 2015

Pe picioarele mele ...

... oder auf eigenen Füßen stehen. Am 1. Juli sind meine beiden Mitbewohner ausgezogen und ich werde bis September voraussichtlich alleine leben. Im Sommer ziehen hier in Rumänien die meisten Studenten wieder zurück zu ihren Eltern, um sich die Miete zu sparen. So eben auch meine Mitbewohner. Die Eigentümer wissen das aber und lassen ihre Wohnungen über die zwei Monate meist leer stehen, da es unheimlich schwierig ist einen Nachmieter zu finden. Der Eigentümer meiner Wohnung kann sich also ganz glücklich schätzen, da er immerhin noch die Miete für ein Zimmer bekommt.
Da die Rechnungen für Juni jetzt erst alle gekommen sind, musste ich das nun irgendwie alleine hinbekommen. Hier gibt es keinen automatischen Bankeinzug oder eine monatliche Überweisung - zumindest soweit ich das mitbekommen habe. Die Rechnung für das Wasser zahlt man direkt bar bei der Verwaltung. Diese hängt immer am Ende des Monats zwei Termine aus, an denen sie dann im Treppenhaus auf alle Einwohner der Blocks wartet. Gas und Elektrizität werden an sogenannten PayPoints gezahlt. Mein nächster PayPoint ist in einem Supermarkt. Dort geht man mit seinen Rechnungen hin und bezahlt auch diese bar. Für die Internetrechnung musste ich direkt in den Laden des Anbieters. 
Ich habe es geschafft dies alles alleine zu erledigen und ich fühle mich für die nächsten zwei Monate gewappnet. Schwieriger kann es eigentlich nicht werden. 
Wobei, ich bin nicht ganz alleine. Ich habe so etwas wie ein Haustier, da sich meine Mitbewohner eine Taube angefüttert haben. Sie kommt jeden Morgen wenn ich frühstücke an das Küchenfenster und erhofft sich wahrscheinlich auch von mir etwas zu Essen. 



Montag, 29. Juni 2015

Sommertage, Sommerregen, Sommerferien

Der Juni war ein anstrengender Monat. Anfang Juni war es hier schon sehr heiß, wir hatten jeden Tag circa 29°C. Die Sommerferien standen vor der Tür und deswegen hatte die Kinder nicht mehr wirkliche Lust etwas zu lernen. Wir mussten auch keine Hausaufgaben mehr machen und hatten so den ganzen Tag Zeit zu spielen oder etwas anderes zu tun. Allerdings war es unheimlich schwer die Kinder zu irgendetwas zu motivieren, was auch an der Hitze lag. Denn es war sowohl drinnen als auch draußen sehr heiß. 
An einem Tag haben wir mit den Kindern Holunderblütensaft gemacht, was unheimlich viel Spaß gemacht hat. 


Dienstag, 23. Juni 2015

La Boda - or my big fat spanish wedding

More than half year ago I got an invitation for a wedding in Madrid. Last weekend was finally the time to go there, to the wedding of my former roommate.
Because I have never been in Madrid before, I decided to get there some days earlier, so that I can see something of the city. I didn't get a direct flight anymore and  so I had a four hour stopover in Milano. It was such a nice day and I was really not in mood to waste the time at the airport. Very spontanous I decided to take a bus to Bergamo, have lunch there and take a walk in the old town.


Samstag, 6. Juni 2015

Unterwegs: Stadtmaus und Landmaus

Auch hier ist der Sommer nun angekommen und bei der Arbeit freuen sich schon alle auf die bevorstehenden Sommerferien. Letztes Wochenende hatten wir unser Pfingstwochenende, also eine Woche später als in Deutschland, und somit den Montag frei. Da alle, die ich hier in Cluj kenne, das Wochenende bei ihrer Familie oder sonstwo verbracht haben, habe ich die Zeit zum Wandern genutzt und eine Stadtführung hier in Cluj gemacht.